Usenet – Wissenswertes und Funktionalität

Usenet Provider UsenextDas Usenet entwickelte sich lange vor dem Internet Anfang der 80er Jahre des vorangegangen Jahrhunderts als reines Nachrichten- und Diskussionsnetz. Ein Vorläufer, vielleicht auch Vorbild, für die heutigen Sozialen Netzwerke, in denen sich User vernetzen und über sämtliche Themen online austauschen. In den früher 90er Jahren begannen immer mehr Teilnehmer binäre Dateianhänge („Binaries“) bereitzustellen, sodass das Datenvolumen im Usenet ungeahnte Größen erreichte. Aktuelle Schätzungen belaufen sich auf weit über 300 TB, da Provider wie Usenext aktuell solche Datenmenge anbieten. Täglich kommen ca. 500 GB bis 2 TB an neuen Binaries hinzu, wobei diese Schätzungen je nach Datengrundlage sehr stark variieren.


Die Newsserver sind dezentral aufgebaut, das heißt die Daten sind auf mehreren verteilten Serverfarmen gespeichert sind, die global verteilt sind. Das garantiert schnelle Downloadzeiten und enorme Sicherheit. Die Daten werden bis zu 1321 Tagen gespeichert – das verspricht jedenfalls der Usenet Provider Usenext. Auf diesen Newsservern befinden sich thematisch aufgegliedert die Newsgroups, die jeweils ein anderes Thema abdecken. Die Nutzer kommunizieren über politische Themen, Reisen, Freizeit, Musik und auch über IT und Computer. Aktuelle Zahlen von Wikipedia belegen, dass heute noch bis zu 170.000 unterschiedliche Newsgroups existieren. Das belegt, dass das Usenet auch aktuell noch gefragt und viel genutzt wird.

Kostenpflichtigen Zugang zu den Newsservern bieten die Usenet Provider an. Jeder Provider bietet dabei ein individuelles Datenpaket an, das den Kunden ein bestimmtes Datenvolumen pro Monat verspricht. Der Zugriff auf das Usenet erfolgt mit Hilfe von Newsreadern. Die Usenet-Zugangssoftware ermöglicht zum einen das Einstellen von textuellen Inhalten in den gewünschten Newsgruppen und zum anderen der leichte Download der Binaries. In dieser Funktion ist der Softwaretyp als Download-Manager zu verstehen, der direkt auf die Bedürfnisse des Usenet zugeschnitten ist. Dabei steht die Anonymität im Vordergrund, da die Provider versprechen, weder die IP-Adresse noch den Inhalt der Binaries zu dokumentieren. Nur die Datenmenge an sich, die ein Nutzer beim Provider geordert hat, wird mitprotokolliert. Ein weiterer Vorteil ist die Werbefreiheit des Usenet. Eine Störung durch Pop-Ups, Bannern oder Dialern findet nicht statt.

9 Kommentare

  • Bin zufällig über den Blog gestolpert, klasse Artikel – alles was man fürs erste zum Usenet wissen muss kurz und pregnant zusammengefasst.

    Sicherlich ein interessanter Aspekt mit der Anonymität. Bezüglich Werbefreiheit würde ich jedoch auch alles andere als äußerst störend empfinden, wenn ich eh schon einen Beitrag an die Zugangsanbieter zahle. Ggf. habe ich das aber auch falsch verstanden und die Zugangsanbieter haben nichts mit dem Hosten der Server zu tun… ^^

  • GetNZB ist auch ein provider zum Downloaden von NZB Dateien aus dem Usenet

  • samanta

    Toller Artikel, das mit dem Testaccount finde ich auch sehr gut. Da ich immer bemüht bin im NEtzt so wenig wie möglich an Daten von mir preiszugeben. Finde die nervigen Mails die man immer bekommt echt lästig. Deshalb versuchen ich auch immer erst mit einem Testaccount zu Testen bevor dann alles eingegeben wird.

  • Hallo an alle!

    Hier eine kostenlose Usenet Suchmaschine für Usenet Binaries NZBFriends

  • PC

    Usenet war damals so groß wie 4Chan heute, schade das es jetzt nur noch für Warez und der gleichen verwendet wird.

  • markus

    Hinter dem Urheberrechtsschutz verbirgt sich sehr viel häufiger das Motiv Kontrolle über immaterielle Ressourcen zu bekommen, als die Urherber zu schützen. Ich mache einen Blog zu Handyhüllen und Handyfolien. Nun suche ich nach Motiven und kann im Grunde keiner Quelle trauen. Entweder ich mache alle selbst, oder ich gehe das Risiko ein, das ich etwas untergejubelt bekomme. Tja brave new world

  • Daniel Jensen

    Super Beitrag ersteinmal.
    Schön Informativ der Beitrag, schau mir das doch gleich nochmal genauer an 🙂
    Hoffe das die Beiträge weiter so gut gehen.

    LG Daniel

  • UseNet war früher mal richtig nützlich ;). Heute wird es leider nur noch als Downloadplattform illegaler Dateien benutzt. Schade eigentlich. Es kann mir keiner erzählen, dass er seine News über das UseNet bezieht. In unserer heutigen Zeit sollten solche Altlasten, die für Illegale Dinge verwendet werden, abgeschaltet werden. Das würde dem Internettraffic zu Gute kommen.

  • @Michael,

    danke für den informativen Artikel übers Usenet. Er zeigt, dass Du Dich sehr gut mit dem Thema auskennst 🙂 Was ich noch gerne ergänzen würde, ist dass es auch einen FreeTrial-Client von manchen Providern gibt, so dass man ohne Angaben von Daten ein Testvolumen nutzen kann. So kann man einfach ausprobieren, ob einem das Thema Usenet liegt. Nähere Infos kann man z.B. hier auf Usenet.de nachlesen.

    Viele Grüße!
    Tanja

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